Eine Bank im Wandel der Geschichte

Seit über 100 Jahren ihr verlässlicher Partner in allen Finanzangelegenheiten im westlichen Landkreis Fulda

Selbsthilfe und Selbstverantwortung

Gemeinschaftliche Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung - nach diesen Prinzipien gründete Friedrich Wilhelm Raiffeisen Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Genossenschaften, um der Not und Verarmung der ländlichen Bevölkerung entgegenzuwirken. Seiner Idee und seinem Beispiel folgend, fanden sich am 27. März 1892, 103 Bürger aus Großenlüder, Müs, Uffhausen und Eichenau (Kirchspiel) zusammen und gründeten den "Großenlüderer Darlehenskassenverein".

Auch in den Nachbarorten Bimbach (1886), Kleinlüder, Hosenfeld, Hainzell, Hauswurz, Johannesberg/Harmerz (1893), Haimbach (1894), Giesel (1895) und Salzschlirf (1896) bildeten sich eigenständige Vereine mit den gleichen Zielen. Der Darlehenskassenverein Blankenau wurde im Jahre 1924 gegründet.

 

Die Mitglieder stehen im Mittelpunkt

Die Anfänge waren äußerst bescheiden, aber die Genossenschaften entwickelten sich gut und waren angesehen. Ab der Jahrhundertwende wurde neben dem Geld- auch das Warengeschäft betrieben und es wurden Geräte zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt. Die erfreuliche Aufwärtsentwicklung wurde durch die beiden Weltkriege mit ihren katastrophalen Folgen jeweils unterbrochen und zurückgedreht. Doch das Prinzip bewährte sich. Die Genossenschaften behaupteten sich im Wandel der Zeiten mit gutem Erfolg - immer die Förderung des Einzelnen zum Ziel.

 

Rasante Entwicklung

Die Entwicklung der vorgenannten Raiffeisenkassen -wie sie seit 1949 hießen- nach dem 2. Weltkrieg und der Währungsreform verlief jeweils ähnlich erfolgreich. Anfangs noch verhalten, expandierte die Geschäftstätigkeit infolge des sogenannten "Wirtschaftswunders" ab den 60er Jahren rasant. Dadurch mußten mehr Geschäftsräume durch Erweiterungs- oder Neubauten geschaffen werden und moderne Banktechnik hielt Einzug. Nach und nach verschärften sich die Wettbewerbsbedingungen - Konzentration war die Alternative zur Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit.

 

Synergieeffekte nutzen

So vereinigten sich die 11 Genossenschaften des westlichen Landkreises Fulda durch Fusionen in den Jahren 1968 bis 1980 zunächst zu den drei Raiffeisenbanken Großenlüder, Vorderer Vogelsberg in Hosenfeld und Haimbach. Um den Synergieeffekt noch zu verbessern, fusionierten diese dann im Jahre 1991 zur Raiffeisenbank eG Großenlüder mit Sitz in Großenlüder und Niederlassungen in Hosenfeld und Haimbach.

 

Eigenständigkeit und Unabhängigkeit erhalten

Ein verändertes Kundenverhalten, gesetzliche Regulatorik, intensiver Preiswettbewerb und das anhaltend niedrige Zinsniveau führten im Jahre 2014 dazu, dass Strukturanpassungen unumgänglich wurden. Neben dem Ausbau und der Weiterentwicklung der "Online-Filiale" wurden sechs Geschäftsstellen zum 01.03.2014 geschlossen. Damit soll die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Raiffeisenbank eG Großenlüder gewahrt werden.

Die Kundennähe bleibt durch die sechs Geschäfts- sowie zwei SB-Stellen gewährleistet. Die Raiffeisenbank eG Großenlüder betreut heute rd. 18.000 Mitglieder und Kunden. An der Leitidee, die Förderung des Einzelnen in der Gemeinschaft, hat sich im Laufe der Geschichte nichts geändert - sie ist nach wie vor Programm.