Mit Investmentfonds der Inflation begegnen

Großenlüder, 11.04.2017

In Zeiten niedriger Zinsen lässt sich mit klassischen Spareinlagen kaum etwas verdienen. Und das umso weniger, je mehr die Teuerung zunimmt. Eine ertragreiche Alternative, mit der Anleger auch die Inflation geschickt ausgleichen können, sind Investmentfonds.

Torsten Renz, Vertriebsleiter

Die Inflationsrate in Deutschland steigt wieder. Die Zinsen im Euroraum werden dagegen wohl noch länger auf niedrigem Niveau verharren, erwarten die Experten von Union Investment, der Fondsgesellschaft in der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Manche Anleger glauben jedoch bereits an das Ende der Minizinsen. Sie setzen weiter auf traditionelle Sparformen und warten einfach ab. Obwohl nur noch elf Prozent der Befragten das Sparbuch attraktiv finden, setzen knapp drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) auf diese Anlageform. Ähnlich verhält es sich beim Tagesgeld. Lediglich jeder Fünfte (21 Prozent) stuft diese Anlage als attraktiv ein. Trotzdem wird sie von doppelt so vielen Sparern (42 Prozent) nachgefragt. Das sind Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten, die im ersten Quartal 2017 durchgeführt wurde. „Ersparnisse in klassischen Anlageformen wie Sparbuch oder Tagesgeld verlieren dadurch unter dem Strich an Wert“, sagt Torsten Renz, Vertriebsleiter bei der Raiffeisenbank eG, Großenlüder, und rechnet vor: „Eine zweiprozentige Teuerung führt über einen Zeitraum von zehn Jahren zu einem Verlust von 18 Prozent.“

Schutz vor Inflation wird wichtiger
Dabei gibt es ertragreiche Alternativen. 35 Prozent der Befragten halten es derzeit für attraktiv, Aktien beziehungsweise Fonds zu kaufen. „Gerade unter Renditeaspekten sind Investmentfonds im Vergleich zu klassischen Sparformen besonders attraktiv“, bestätigt Torsten Renz. „Und vor allem aktienbasierte Fonds können Anleger vor Inflation schützen.“
Denn 81 Prozent der Befragten gehen von einer steigenden Teuerungsrate aus. Doch gleichzeitig geben 80 Prozent an, dass sie ihr Spar- und Geldausgabeverhalten konstant halten. Dabei ist ihnen durchaus bewusst, dass ihr Geld bei steigenden Preisen einer Entwertung ausgesetzt ist. Den besten Schutz vor Inflation bieten ihrer Meinung nach Anlagen in Gold (59 Prozent), in Aktien (17 Prozent), aber auch in Investmentfonds (11 Prozent).

Doch Investmentfonds können viel mehr als das: „Sie sind Allrounder und eignen sich für viele Sparziele. Wer langfristig ein Vermögen aufbauen, für Kinder oder die Familie sparen möchte oder einfach Chancen an den Kapitalmärkten sieht, kann Investmentfonds nutzen“, ergänzt Renz und erklärt die Funktionsweise: „Sie verteilen das eingezahlte Geld auf eine Vielzahl von Wertpapieren und ermöglichen so eine breite Streuung. Dies kann Ertragsmöglichkeiten erhöhen und gleichzeitig Risiken reduzieren. Darüber hinaus haben Fonds die Möglichkeit, in unterschiedliche Regionen und Anlageklassen wie Aktien, Renten, Immobilien sowie Rohstoffe zu investieren. So können sich Anleger nach und nach eine ausgewogene Vermögensstruktur schaffen, die ganz ihren Bedürfnissen entspricht.“ Gleichwohl sollten Fondsanleger stets bereit sein, für attraktive Ertragschancen auch erhöhte Risiken in Kauf zu nehmen, wie etwa das Risiko marktbedingter Kursschwankungen und das Ertragsrisiko.

Mit Fondssparplänen zeitgemäß sparen
Für viele, die höher rentierliche Anlageformen oder Inflationsschutz suchen, ist ein Fondssparplan grundsätzlich eine Option: 40 Prozent können ihn sich sehr gut ergänzend zu anderen Anlagen vorstellen. Für jeden Fünften (23 Prozent) kommt ein Fondssparplan sogar als Basisanlage infrage. „Das eigene Sparverhalten zu ändern kann über einen Sparplan gut funktionieren – monatlich, in kleinen Raten schon ab 25 Euro, unverbindlich, flexibel – und am besten mit aktienbasierten Anlagen“, sagt der Experte weiter und verweist auf die allgemeinen Risiken von Sparplänen in Fonds: „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung steht als insgesamt eingezahlt wurde beziehungsweise die Sparziele nicht erreicht werden können.“ Doch die deutschen Sparer sollten nicht so große Chancen ungenutzt lassen und ihr Geld der Inflation überlassen, ermutigt Torsten Renz und bietet dazu gerne ein persönliches Gespräch in der Raiffeisenbank an. Hier könne man Chancen und Risiken von Fondsanlagen im Detail besprechen und Lösungen finden, die den eigenen Bedürfnissen entsprechen.