2015 war ein gutes Jahr für die Raiffeisenbank eG , Großenlüder

Großenlüder, 09.06.2016

Vorstand und Aufsichtsrat präsentieren auf Vertreterversammlung positive Jahresbilanz / 4,0 Prozent Dividende werden aus dem Bilanzgewinn an die 6.607 Mitglieder ausgeschüttet

v.l.: Jürgen Bien, Vorstandsmitglied, Jürgen Erb, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Hubert Engel, Aufsichtsratsvorsitzender, Peter Schmitt Vorstandsvorsitzender

Die Raiffeisenbank eG, Großenlüder hat mit den Menschen und Unternehmen in der Region erfolgreich zusammengearbeitet und konnte angesichts der stabilen konjunkturellen Lage an die guten Geschäftsergebnisse der Vorjahre anknüpfen. Diese Aussage zog sich wie ein roter Faden durch die Berichte, die Vorstand und Aufsichtsrat am 07. Juni auf der vom Aufsichtsratsvorsitzenden Hubert Engel geleiteten Vertreterversammlung im Lüderhaus Großenlüder vortrugen.

Zuversichtlich stimmte Hubert Engel die Tatsache, dass im vergangenen Jahr 304 neue genossenschaftliche Mitglieder gewonnen werden konnten. Damit zählt die Bank insgesamt 6.607 Eigentümerinnen und Eigentümer, 2,8 Prozent mehr als im Geschäftsjahr 2014.

Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Engel prangerte in seinem Bericht die überbordenden regulatorischen Anforderungen, verbunden mit hohen Personal- und Sachkosten an. Er appellierte an die politischen Entscheidungsträger sich für Rahmenbedingungen einzusetzen, die dem Grundsatz der Proportionalität entsprechen und die aufsichtsrechtlichen Überwachungsmechanismen zu reduzieren. Dies insbesondere vor den Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung, des steigenden Margendrucks im Privatkundengeschäft, einer  wachsenden Wettbewerbsintensität bei den Firmenkunden sowie der EZB-Politik des ultrabilligen Geldes.

Nach der Begrüßung der Vertreter, Gäste und Mitarbeiter übergab er das Wort an den Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisenbank  Peter Schmitt. Bevor Herr Schmitt die Geschäftsentwicklung der Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr vorstellte, nahm er Stellung zu einigen Themen, die der Bank Sorge bereiteten. „Das Thema Niedrigzinspolitik berührt uns als Bank und Sie als unsere Kunden gleichermaßen“, so Peter Schmitt. Ausgelöst durch die Wirtschafts- und Finanzkrise der Mittelmeerländer – insbesondere Griechenlands – hat sich die Finanzpolitik sehr schnell von den eigentlichen Tugenden der Konsolidierung verabschiedet und durch die europäische Zentralbank initiiert, mehr Geld in die Märkte gepumpt was zu einem Fallen der Zinsen bis auf 0,00 Prozent und darunter führte.

Auch für die Raiffeisenbank stellt die anhaltende Niedrigzinsphase eine Herausforderung dar, da das Zinsgeschäft die tragende Säule unseres Geschäftsmodells ist, so Peter Schmitt.

In seinem weiteren Bericht kritisierte er die immer höher werdenden regulatorischen Anforderungen sowie Pläne der EU-Kommission zur Vergemeinschaftung der Einlagen-sicherung.

„In 2015 lagen wir weiter auf Wachstumskurs“.  Mit dieser Überschrift hatte Vorstandsvorsitzender Peter Schmitt  seinen Bericht zur Geschäftsentwicklung der Raiffeisenbank versehen. Trotz der bereits genannten Herausforderungen durch Niedrigzinsen und weiter zunehmender Kostenbelastungen durch die Regulatorik habe sich die Bank betriebswirtschaftlich zufriedenstellend entwickelt.

 „Der Jahresabschluss 2015 zeigt insgesamt gute Zahlen. Die Kundeneinlagen haben sich gut entwickelt, und im Kreditgeschäft wurden unsere Erwartungen erfüllt“, fasste Peter Schmitt zusammen. Sein Fazit: „Die Raiffeisenbank hat sich erneut als verlässlicher Partner vor Ort und in der Region präsentiert und Marktanteile weiter ausgebaut.“

Hier die wichtigsten Bilanzzahlen im Überblick: Mit ihren 75 Beschäftigten in den 6 Bankstellen hat die Raiffeisenbank die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 3,4  Prozent auf 306,0 Millionen Euro gesteigert. Die Kundenforderungen stiegen um 2,6 Prozent auf 146,7 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen kletterten um 4,4 Prozent auf 248,8 Millionen Euro. Nach Verrechnung der Steuerzahlung von rund 546 Tsd. Euro verbleibt ein Jahresüberschuss von 606 Tsd. Euro.

Vorstandmitglied Jürgen Bien ging in seinem Bericht auf die aktuelle Entwicklung der Raiffeisenbank ein. Zusammenfassend wird für das Jahr 2016 ein rückläufiges, aber noch zufriedenstellendes Ergebnis erwartet. Er versprach der Versammlung, dass sich die Raiffeisenbank weiterhin an ihrem Förderauftrag orientiert, denn die Interessen der Mitglieder rangierten vor einer Gewinnmaximierung. An zwei Beratungsthemen, der Altersvorsorge und Ruhestandsplanung sowie der Vermögensanlage machte Bien diesen Förderauftrag beispielhaft deutlich.

Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft seien die wichtigsten Kriterien des genossenschaftlichen Förderauftrags und zählen auch zukünftig zu den herausragenden Merkmalen der Raiffeisenbank. Die Qualität der Beratung werde auch weiterhin kundenfokussiert ausgebaut und man bleibe an dem großen Ziel dran: Nr. 1 in der Mitglieder- und Kundenzufriedenheit zu werden, so Jürgen Bien in seinem Bericht.

Dass die Mitgliedervertreter mit dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, demonstrierten sie mit ihrer Zustimmung bei der Feststellung des Jahresabschlusses. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Über die Verwendung des Bilanzgewinns hatte die Versammlung ebenfalls zu entscheiden. Dabei folgten die Mitgliedervertreter dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat. Wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden Dipl. Kfm. Barbara Hermann, Bad Salzschlirf, Prof. Dr. Kai-Oliver Maurer, Fulda-Haimbach und Markus Schwarz, Großenlüder.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends referierte Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt und Bereichsleiter der DZ BANK AG zum Thema: „Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf die privaten Haushalte in Deutschland“.