Raiffeisenbank eG Großenlüder macht Schüler fit fürs Netz

Großenlüder, 22.07.2014

Wenn der eigene Computer zum Spion wird und das Kinderzimmer zum Tatort, dann besteht Handlungsbedarf. WhatsApp, Facebook oder YouTube: Die Neuen Medien sind praktisch, allgegenwärtig und sehr wichtig für Jugendliche. Daher ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken zu einer Grundvoraussetzung des täglichen Lebens geworden. Die Raiffeisenbank eG Großenlüder hat sich aus diesem Grund auf die Fahnen geschrieben, Schülern Medienkompetenz zu vermitteln. In einem spannenden Vortrag wurde am vergangenen Dienstag live demonstriert, welchen Gefahren Jugendliche im Netz ausgesetzt sind und wie sie sich dagegen sinnvoll schützen können.

Es ist Dienstag Vormittag, eigentlich ein ganz normaler Schultag. Eigentlich, denn an diesem Morgen sitzen rund 450 Schüler der Lüdertalschule Großenlüder in einem Vortrag im Lüderhaus. Es herrscht verblüfftes Schweigen, fast kann man eine Stecknadel fallen hören. Dann plötzlich reden alle durcheinander. Rufe wie „Kann gar nicht sein!“ „Krass!“ und „Wie funktioniert das denn?“ lassen sich aus dem Stimmengewirr heraushören.

Der Referent Erwin Markowsky steht grinsend auf der Bühne. Als professioneller Hacker kennt er dieses Phänomen bereits. Seit einigen Jahren hält er nun schon Live-Hacking-Vorträge vor Schülern und sorgt zum Beispiel mit Webcam-Hacks für Erstaunen. Aber er versetzt den Schülern auch den einen oder anderen Schrecken, wenn ihnen klar wird, wie einfach es für Kriminelle ist, an ihre Daten zu gelangen.

Veranstalter des Vortrags „Fun & Risk im Netz“, der bereits zum 2. Mal stattfindet, ist die Raiffeisenbank eG Großenlüder in Zusammenarbeit mit der Lüdertalschule Großenlüder. „Die Aufgabe einer Schule ist es, die Kinder und Jugendlichen auf das vorzubereiten, was sie in der Welt da draußen erwartet. Was das Internet betrifft, ist das für Lehrer allerdings nicht ganz einfach, da sie auch keine Experten oder Hacker sind. Umso wichtiger sind solche Veranstaltungen, die den Schülern zeigen, was passieren kann und wie man sich schützt“, führt Philipp Heinicke von der Raiffeisenbank Großenlüder aus.

„Der Vortrag wurde von den Schülern wie bereits bei der vergangenen Veranstaltung begeistert aufgenommen. Und auch wir Lehrer sind immer wieder verblüfft, wie einfach es Kriminelle doch eigentlich haben. Die Tatsache, dass der Vortrag mit seinen Live-Hacking-Elementen nicht nur informativ, sondern auch noch spannend und unterhaltsam ist, tut ihr Übriges, um den Lerneffekt zu verstärken und eine nachhaltige Wirkung zu erzielen“, beschreibt Schulleiterin Antje Neiße die Gründe für die wiederholte Teilnahme.