„Erfolgreiches Geschäftsjahr 2012“

Raiffeisenbank eG, Großenlüder steigert erneut ihre Bilanzsumme; Kundeneinlagen und Kreditvergabe ausgeweitet.

Genossenschaftsbanken, wie die Raiffeisenbank eG Großenlüder, erleben derzeit eine Renaissance. In der Gunst der Kunden stehen wir besser da denn je. Dafür gibt es einen Grund. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten haben wir uns als krisenfest erwiesen. So Hubert Engel, Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenbank eG, Großenlüder, bei der Eröffnung der diesjährigen Vertreterversammlung zu der er die Mitgliedervertreter, Gäste und Mitarbeiter im vollbesetzten im Lüderhaus begrüsste. Die Raiffeisenbank werde auch in Zukunft nicht finanzmarktgetrieben agieren, sondern fest in der Realwirtschaft verankert bleiben. Wir sind regional orientiert und eng verbunden mit unseren Privat- und Firmenkunden. Wir sind in unseren Kerngeschäftsfelder attraktiver denn je – auch für unsere Wettbewerber, so Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Engel in seinen weiteren Ausführungen.

"Trotz sicherlich nicht einfacher Rahmenbedingungen kann die Raiffeisenbank auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken. Unser nunmehr seit 120 Jahren erfolgreiches Geschäftsmodell, die Anlagegelder unserer Mitglieder und Kunden “ aus der Region“ für private und gewerbliche Investitionen “ in der Region“ zu verwenden, ist nachhaltig und dient der Realwirtschaft in unserer Heimat“ stellte der Vorstandsvorsitzende Peter Schmitt heraus.

Die Bilanzsumme stieg in 2012 um 3,3 % auf 296 Millionen Euro. Das Wachstum resultierte im Wesentlichen durch den Zufluss an Kundengeldern, die sich um 3,1 % auf 229 Millionen Euro erhöhten. Die ausgesprochen günstigen Finanzierungsbedingungen infolge des niedrigen Zinsniveaus unterstützten die Kreditnachfrage. Infolgedessen erhöhte sich die Kreditvergabe an die Privat- und Firmenkunden um 2,6 % auf 131 Millionen Euro. Aufgrund der anhaltenden Staatsschuldenkrise entwickelten die privaten Haushalte eine Vorliebe für langfristige Investitionen in Wohnimmobilien. Die Eigenkapitalausstattung der Bank schildert Peter Schmitt als überdurchschnittlich. Sie versetze die Bank in die Lage, auch künftig höheren Eigenkapitalanforderungen gerecht zu werden. Somit verfüge man über ausreichend Wachstumsspielräume, um Kreditwünschen von Privat- und Firmenkunden gleichermaßen gerecht zu werden.

Das Ergebnis 2012 bezeichnete Peter Schmitt als solide und zufriedenstellend. Der Jahresüberschuss 2012 wird mit 1.126.000,00 Euro deutlich höher ausgewiesen als im Vorjahr. An gewinnabhängigen Steuern fielen 1.030.000,00 Euro an, wovon 442.000,00 Euro direkt an die Kommunen im Geschäftsgebiet fließen. Für das Jahr 2012 gewährt die Bank ihren Mitgliedern wiederum eine Zinsrückvergütung in Höhe von 200.000,00 Euro. Die Dividende auf die Geschäftsguthaben beträgt unverändert 5 %.

Vorstandsmitglied Jürgen Bien gewährte einen Blick in die Zukunft. Nach seinen Ausführungen rechnet die Bank für 2013 wieder mit einem befriedigenden Ergebnis. Für 2014 sieht er infolge des anhaltend niedrigen Zinsniveaus bei gleichzeitig hohem Wettbewerbsdruck ein rückläufiges Zinsergebnis. Dem gilt es nach seinen Worten rechtzeitig entgegenzuwirken, um den Fortbestand der Raiffeisenbank langfristig zu sichern. Neben Produktivitätssteigerungen durch die Verbesserung von Arbeitsabläufen, KnowHow- und Kompetenzbündelung wird zukünftig auch eine Optimierung der Kostenstrukturen unumgänglich sein.

Nach dem Bericht des Aufsichtsrates über seine Tätigkeit und das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung wurden der Jahresabschluss 2012 und der Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinnes einstimmig genehmigt. Ebenfalls einstimmig erfolgte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurde Markus Schwarz wiedergewählt. Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde Steuerberaterin Barbara Hermann aus Bad Salzschlirf sowie Prof. Dr. Kai Oliver Maurer aus Fulda-Haimbach neu in das Gremium gewählt. Karl Brehler, Bad Salzschlirf, und Norbert Köhl, Großenlüder-Müs, schieden aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat aus. Sie wurden für ihre 23- bzw. 22-jährige Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat der Raiffeisenbank eG, Großenlüder, von Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Jörg Dautermann vom Genossenschaftsverband e.V., Frankfurt, mit der Ehrennadel in Silber des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes ausgezeichnet.

Zum Abschluss referierte Stefan Bielmeier, Bereichsleiter Research und Chefvolkswirt der DZ BANK AG zum Thema „Die Eurokrise und weitere Herausforderungen - Ausblick auf Konjunktur- und Finanzmärkte“.

Foto: Ehrung der beiden ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Karl Brehler, Bad Salzschlirf, und Norbert Köhl, Großenlüder-Müs (v.l. Jürgen Erb, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Peter Schmitt, Vorstandsvorsitzender, Karl Brehler, Norbert Köhl, Hubert Engel, Aufsichtsratsvorsitzender, Jörg Dautermann, Genossenschaftsverband e.V., Jürgen Bien, Vorstandsmitglied