Die Riester-Rente ist seit mehr als zehn Jahren ein Erfolgsmodell. Ab diesem Jahr machen gesetzliche Änderungen diese staatlich geförderte private Altersvorsorge und das Zulageverfahren nun noch einfacher und transparenter.
Die Rente mit 67 – Anfang des Jahres 2012 trat diese bedeutende Änderung für zukünftige Rentnerinnen und Rentner in Kraft. Die Menschen werden also zukünftig länger arbeiten müssen, um die vollen Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu beziehen. Was trotzdem bleibt, ist die Rentenlücke. Es wird vielen nicht möglich sein, ihren gewohnten Lebensstandard auch als Ruheständler beizubehalten. Darum gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren die Riester-Rente, eine private Vorsorgeform, die vom Staat durch Zulagen und Steuervorteile gefördert wird.
Eine lebenslange private Zusatzrente
„Die Riester-Rente ist ein wichtiger Baustein der privaten Vorsorge. Sie gehört zu den am höchsten geförderten Sparformen. Und schon mit geringen Beiträgen kann man in den vollen Genuss der Zulagen kommen. Um genau zu sein: Vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens, höchstens jedoch 2.100,– Euro inklusive Zulagen im Jahr müssen dafür angelegt werden“, informiert Carlo Pieper, Privatkundenberater der Raiffeisenbank eG Großenlüder. „Dann gibt es eine jährliche Grundzulage von 154,– Euro. Für vor 2008 geborene Kinder kommen noch einmal 185,– Euro pro Jahr dazu, für danach geborene Kinder sogar 300,– Euro. Darüber hinaus sind die eingezahlten Beiträge sowie die Zulagen zu Beginn der Auszahlphase garantiert.“ Riester-förderberechtigt ist eine breite Bevölkerungsschicht, wie Angestellte, Beamte, Azubis und Bezieher von Arbeitslosengeld II. Und selbst Riestern in der Elternzeit sei möglich und sinnvoll. „Ein kleiner finanzieller Aufwand für eine lebenslange private Zusatzrente, mit der man den Ruhestand besser genießen kann.“
Riester-Rente nun noch einfacher und attraktiver
„Insgesamt ein Erfolgsmodell, dennoch hat der Staat auch auf Kritik reagiert und das Zulageverfahren einfacher und transparenter gemacht“, informiert Carlo Pieper weiter. Seit Beginn des Jahres 2012 sind Neuerungen in Kraft, die es den Riester-Sparern vereinfachen, ihre maximalen Zulagen voll auszuschöpfen. So müssten nun alle Zulageberechtigten – ob mittel- oder unmittelbar zulageberechtigt – einen Sockelbetrag von 60,– Euro pro Jahr einzahlen. Darüber hinaus können Kunden, die sich über ihren Zulagestatus geirrt haben und in abgelaufenen Beitragsjahren von Rückforderungen betroffen waren, unter bestimmten Voraussetzungen durch Nachzahlungen die volle Zulage (wieder) erhalten.
Riestern mit Fonds
„Je nach Präferenzen des Kunden kann man mit Versicherungen, Bausparverträgen und Fonds riestern“, zählt Carlo Pieper auf. Wer aber mit Hilfe langfristiger Renditechancen vorsorgen wolle, sei bei Fonds gut aufgehoben. „Zwar kann es zwischenzeitlich immer auch einmal bergab gehen. Aber es ist auch genug Zeit, um viele Chancen an den Kapitalmärkten zu nutzen und später in den Genuss höherer Auszahlungen zu kommen“, sagt er. Und über Fonds könne man nicht nur während der Anspar-, sondern auch während der Auszahlphase weiter chancenreich Geld anlegen.
Es lohne sich auch, einen Riester-Vertrag zu „übersparen“, also mehr einzuzahlen als für den Anspruch auf maximale Förderung eigentlich nötig sei. Damit könne man im Alter Steuern sparen, denn die Auszahlung werde mit dem halben Einkommensteuersatz besteuert – anstatt mit sonst üblichen 25 Prozent Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge. Bedingung dafür sei, dass das Geld – bei ab 2012 abgeschlossenen Verträgen – nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres und erst nach mindestens zwölf Jahren Vertragslaufzeit ausgezahlt werde. „Und auch für die überzahlten Beiträge gilt die Riester-Garantie auf Kapitalerhalt zu Beginn der Auszahlphase“, schließt Carlo Pieper ab. Er bietet an, Kunden in einem persönlichen Gespräch in der Raiffeisenbank umfassend zum Thema Riester-Fondssparpläne zu informieren und zu prüfen, ob sie für die individuelle Situation geeignet sind. Bei den Riester-Fondssparplänen ist Union Investment, der Fondspartner der Raiffeisenbank eG Großenlüder, führender Riester-Anbieter mit über 1,8 Millionen Verträgen laut Marktdaten vom 31. Dezember 2010.